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Historie

Alter Lageplan von 1721 Alter Lageplan von 1721 mit "Kirchhofsburg"
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Alter Lageplan von 1721 mit "Kirchhofsburg"
Das heutige Laer besteht aus den beiden Ortsteilen Laer und Holthausen. Erst seit 1969 bilden sie nach außen eine Einheit. Beide Ortsteile blicken auf eine weitreichende und eigenständige Tradition zurück.

Route der Migration

Zeittafel Laer
Zeittafel Holthausen



Zeittafel Laer



  • 1134 wird Laer erstmals in einer Urkunde von Bischof Werner erwähnt.
  • 1188 taucht Laer im Güterverzeichnis von Heinrich von Dale auf; den Ursprung des Laerer Ortskernes bildeten wahrscheinlich die 3 Schultenhöfe Welling, Rolevinck und das Haus Laer, das vom 14. bis zum 18. Jahrhundert von der Familie Valcke bewohnt worden ist.
    Noch ältere Hofstellen hat es jedoch im Quellgebiet des Ewaldibaches gegeben (heute Wohngebiet am Heidenbaum/ an der Woord), was aus der Parzellenaufteilung in einem Urkataster von 1813 hervorgeht.
    Der Hof Welling war vermutlich ein Reichslehen.
  • 1278 veräußert Bernhard der Edle von Ahaus sämtliche Güter im Kirchspiel Laer - darunter auch den Schultenhof Welling (mit Windmühle und Rechten an der Kirche) an das neugegründete Johanniterstift in Steinfurt.
  • 1310 gibt es wegen diesem Handel eine Streitigkeit, aus der hervorgeht, dass Laer auch Sitz eines königlichen Grafschaftsgericht (Freigericht) und Sitz eines Marktes von Ahaus gewesen sein muß.

  • Rolevinck "Laer ist meiner Ansicht nach die erste Glaubensgemeinde von ganz Westfalen", schrieb Rolevinck 1474 in seinem "Buch zum Lobe Westfalens, des alten Sachsenlandes". Ihm ist heute nicht nur diese Inschrift in seinem Geburtshofe gewidmet.
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    "Laer ist meiner Ansicht nach die erste Glaubensgemeinde von ganz Westfalen", schrieb Rolevinck 1474 in seinem "Buch zum Lobe Westfalens, des alten Sachsenlandes". Ihm ist heute nicht nur diese Inschrift in seinem Geburtshofe gewidmet.
  • 1474 erscheint das Buch des Karthäusermönchs Werner Rolevinck "Zum Lobe Westfalens des alten Sachsen-landes", in dem er Laer als älteste Glaubensgemeinschaft Westfalens bezeichnet.
  • Vom Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte Münster 1956/ 57 durchgeführte Ausgrabungen im heutigen Wald-gebiet Borg haben ergeben, daß die dort noch vorhandenen Wälle zu einer alten Wehranlage aus dem 9. Jahrhundert (Anfang) gehören, die um 1050 aufgegeben worden ist.
  • 1485 wird mit dem Bau der Bartholomäuskirche begonnen.
  • 1577 Ein Register verzeichnet 34 Hausstellen auf Laerer Gebiet.
  • 1592 Im spanisch-niederländischen Krieg werden Laer, Borghorst und Leer von den Spaniern geplündert.
  • 1599 fallen 80 Häuser einem Brand zum Opfer.
  • 1618 - 1648 30-jähriger Krieg.
  • 1803 Reichsdeputationshauptschluß: das Bistum Münster wird säkularisiert und mit allen darin liegenden Gütern an weltliche Fürsten zur Entschädigung für ihre Verluste auf dem linken Rheinufer verteilt.
  • 1806 Die Landeshoheit geht an Napoleon.
  • 1809 Franz-Heinrich Bauer wird als Maire vom Minister des Inneren Berg verpflichtet.
  • 1811 Einordnung in das Lippe-department.
  • 1813 Nach der Vertreibung der Franzosen übt Preußen die Landeshoheit aus.
  • 1816 Bildung des Regierungsbezirks Münster und des Kreises Steinfurt. Laer wird preußische Bürgermeisterei.
  • 1822 hat Laer 1796 Einwohner, Holthausen 257.
  • 1831 - 1836 In diesem Zeitraum sind in Laer 4 Windmühlen mit 6 Gängen und 2 Wassermühlen mit 3 Gängen in Betrieb.
  • 1841 Konstituierung des Amtes Laer mit den Gemeinden Laer und Holthausen.
  • 1843 Krise im Leinwandhandel. In den folgenden Jahren wandern viele Laerer wegen Mißernten und Hungersnöten nach Amerika aus.
  • 1852 hat Laer 2207 Einwohner, in Holthausen sind es 278.
  • Nachfolgend wird vor allem die Weberei durch Kriege in Mitleidenschaft gezogen.:
  • 1883 Errichtung der Fabrik Bauer.
  • 1873 Inbetriebnahme des neuen Krankenhauses - der Abriß erfolgt 1967. Bau eines neuen Krankenhauses, heute Psychosomatische Abteilung des Marienhospitals Steinfurt-Borghorst.
  • 1929 Fertigstellung der Grundschule.
  • 1969 Auflösung des Amtes Laer und Bildung der amtsfreien Gemeinde Laer mit den Ortsteilen Laer und Holthausen.
  • 1982 Umbau des alten Wellinghofes zum Rathaus mit neu angelegter Teichanlage.
  • 1986 Fertigstellung der Begegnungsstätte "Alter Speicher".
  • 1989 Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mit der Gemeinde Badersleben in Sachsen-Anhalt.
  • 1991 Sanierung des Bürgerhauses "Haus Rollier".


Zeittafel Holthausen



Dassmann
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  • 1040 Holthausen wird erstmals als Amtshof des münsterischen Klosters Überwasser erwähnt
    Das Rittergeschlecht Holthusen hatte dort vor ungefähr 1000 Jahren seinen Sitz. Dieses Geschlecht besaß das Gut Holthausen und eine Burg.
    Durch Schenkung kam der Besitz später an das Kloster Überwasser.
    Die Äbtissin des Klosters hat dort des öfteren während der Wiedertäuferzeit residiert. Sie ließ die alte Burg niederreissen und eine neue errichten.
  • 1265 wurde die Pfarrkirche St. Marien erstmals erwähnt.
  • 1590 wurde Holthausen von den Spaniern geplündert.
  • 1771 wurden fast alle Häuser durch einen Brand zerstört.
  • 1773 wurde das Kloster aufgehoben. Burg und Hof wurden der Universität Münster zu Studienzwecken übergeben.
  • 1779 wurde das Langhaus der Kirche neu erstellt.
  • 1841 Konstituierung des Amtes Laer mit den Gemeinden Laer und Holthausen.
  • 1969 Auflösung des Amtes Holthausen und Eingliederung in die amtsfreie Gemeinde Laer als Ortsteil Holthausen.

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