eea
European Energy Award
Die Gemeinde Laer macht mit
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 24.09.2008 einstimmig beschlossen, dass die Gemeinde Laer an dem Programm
"European Energy Award (eea)" teilnimmt und die entsprechenden Landesfördermittel beantragt.
Mit diesem Beschluss folgt der Gemeinderat der Empfehlung der Europäischen Union, dass sich die europäischen Kommunen an diesem Programm mit mehrjähriger Laufzeit beteiligen sollten.
Rat und Verwaltung sehen in diesem Projekt eine gute Chance, nach objektiven Bewertungsmassstäben ein "Stärke-Schwächen-Profil" zu erhalten, also einen "Spiegel vorgesetzt zu bekommen", der objektiv aufzeigt, "wo man wirklich steht". Damit wird eine solide Ausgangssituation geschaffen für weitsichtige, effektive und ausgewogene Handlungskonzepte.
Das eea umfasst zwei Schwerpunkte:
- es ist ein europäisches Qualitätsmanagementsystem und beinhaltet
ein Zertifizierungsverfahren
Es handelt sich hierbei um eine umsetzungsorientierte Klimaschutzpolitik der Kommunen. Es ist prozessorientiert angelegt und dient der
- Energieeinsparung
Effizienten Nutzung von Energie und
Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien
Das o.g. Qualitätsmanagement ist ein System, welches die Klimaschutzaktivitäten der Kommune erfasst, bewertet, plant, steuert und prüft. Nur so ist sichergestellt, dass die Potentiale nachhaltigen Klimaschutzes erkannt und genutzt werden können.
Die Arbeiten umfassen folgende Zyklen:
Analysieren: Ist-Analyse, Erstellung eines Stärken-Schwäche-Profils
Planen: erkennen nicht ausgeschöpfter Potentiale, Erstellung eines energiepolitischen Arbeitsprogramms mit einem verbindlichen Maßnahmeplan
Durchführen: Umsetzung der festgelegten Maßnahmen
Prüfen: Erfassung und Bewertung der realisierten Maßnahmen durch das Energie-Team, Ermittlung des Zielerreichungsgrades (internes Audit)
Anpassen: die Ist - Analyse wird an das Ergebnis der Prüfung angepasst.
Nach Umsetzung des Maßnahmeplans werden auf der Grundlage eines standardisierten Bewertungssystems für die einzelnen Maßnahmen Punkte vergeben. Sobald die erforderliche Punktezahl nach Effizienz-Skala errreicht ist, kann eine Zertifizierung beantragt werden. Diese erfolgt durch einen akkreditierten Autdior.
Das eea sieht hier drei Qualitätsstufen vor, und zwar Kommunen:
- ohne Auszeichnung
mit mindesens 50 % bis 74 % oder
mit mindestens 75 % der möglichenn Bewertungspunkte als eea-Gold Award-Kommune
Die Gemeinde Laer sieht ihr Ziel nicht darin, bestimmte Preise oder
Auszeichnungen zu erhalten. Die Teilnahme erfolgt vor dem Hintergrund, dass gerade Städte und Gemeinden aufgrund ihrer Stellung, Aufgaben, Funktionen und Ausstattung über eine weitreichende Schlüsselrolle innerhalb der Gesellschaft verfügen. Das eea Projekt kann hier den Kommunen bei ihrer Arbeit wertvolle Hilfestellungen leisten.
"Motor" des eea Projektes für ihre energiepolitische Arbeit ist das "Energie-Team". Es besteht aus Vertretern verschiedener Fachbereiche der Verwaltung sowie Mitgliedern des Gemeinderates.
Welche Arbeiten hat die Gemeinde hinsichtlich des eea - Projektes bereits geleistet?
Der Förderantrag wurde gestellt und seitens des Landes NRW bewilligt.
Beauftragung eines autorisierten Dienstleistungsunternehmens, welches die Gemeinde bei der Durchführung des Zertifizierungsverfahens und der Einleitung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in der kommunalen Energiepolitik unterstützt.
Bildung eines Energie-Teams, dieses besteht aus folgenden Mitgliedern:
Hans-Hermann Langkamp
Jochen Thüning
Andreas Pfeiffer
Prof. Dr. Reinhard Nippert
Elke Schuchtmann-Fehmer
Sven Strumann und
Gerrit Thiemann
Die sogenannte "kick off - Veranstaltaung" fand am 24.06.09 statt.
Unter Anleitung eines zertifizierten eea - Beraters führt das Team z.Z. die "Ist - Analyse" durch. Alle Arbeiten sowie der hieraus zu entwickelnde Maßnahmenplan bezieht sich auf folgende sechs Handlungsfelder:
- Entwicklung und Raumplanung
Gebäude, Anlagen
Ver- und entsorgung
Mobilität
Interne Organisation
Kommunikation und Kooperation
Am 24.06.09 fand im Ratssaal eine Informationsveranstaltung zu dem Thema "Bürgerkratwerke" statt.
Robert Hülsbach von der Friedensinitiative Nottuln referierte über die Einsatzmöglichkeiten regenerativer Energien im kommunalen Bereich.
Sabine Terhaar von der "fairpla.net eG" sprach unter dem Motto "vom Denken zum Handeln" über die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf der Basis einer Genossenschaft oder anderer Bürgerbeteiligungsmodelle.
Günter Sabeck von der Fa. PV-Konzept erklärte unter dem Thema "Aus der Sonne Strom gewinnen" die technischen Abläufe.
Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am 01. Juli 2009 im Rahmen des Konjunkturpaketes dafür ausgesprochen, das Flachdach der Werner - Rolevinck Grundschule nach energetischen Gesichtspunkten zu sanieren und hierbei die technischen Voraussetzungen für die Errichtung einer Photovoltaikanlage zu schaffen.
Im Januar 2010 wurde die Ho"Photovoltaikgenossenschaft "SoLaer- Horstmar eG" gegründet. Ihre Aufgabe ist wie folgt definiert:
Errichtung und Unterhaltung von Anlagen zur Erzeugung von Energien, insbesondere Photovoltaikanlagen.
Absatz der gewonnenen Energie
Die Unterstützung und Beratung in Fragen der Energiegewinnung einschließlich einer Information von Mitgliedern und Dritten, sowie einer Öffentlichkeitsarbeit.
Gemeinsamer Einkauf von Anlagen zur Erzeugung von Energien für Mitglieder und Dritte.
Durchführung einer unentgeltlichen Haus - zu Haus Beratung in Fragen energetischer Maßnahmen.
Angebote zur Durchführung einer Thermografieaktion für Wohnhäuser.
Das Energie-Team hat sich bis jetzt 6 x zu Arbeitssitzungen zusammengefunden. Als Ar beitsschwerpunkte können genannt werden:
Durchführung der Ist-Analyse
Erarbeitung eines Maßnahmenplanes.
Im Rahmen einer Sondersitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Verkehr am 13.04.2010 wird hierüber berichtet und weiter beraten.









