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Ausstellung im Kunstgewächshaus: Einschnitte

29. Juli 2025

Ausstellung im Kunstgewächshaus: Einschnitte

Gefangen in den produzierten Bildern der Frauen. Welche Botschaften liegen in den süßlich kitschigen Feldpostkarten, die in Unmengen während der Zeit des ersten Weltkriegs verschickt wurden?

Häufig wurden die Karten auch noch mit Sprüchen versehen, die oft romantisierende Aussagen enthielten.

Welche Rollenbilder wurden hier propagiert, und wie sah die Realität der Frauen im und nach dem Ersten Weltkrieg aus?
Mit Sicherheit entsprachen diese Postkarten nicht der Realität der damaligen Frauen.

Die Postkarten, die von den Soldaten an ihre Liebsten geschickt wurden, entsprachen eher einer Wunschvorstellung. Sie zeigten oft ein idealisiertes Bild der Frauen, das weit von der Realität entfernt war. Aus der Menge der Angebote konnten Karten mit speziellen Nachrichten in knapper Form gewählt werden, die zugleich Status und Wunschdenken übermittelten: das treue Liebchen, das sich nach dem abwesenden Verlobten und Ehemann verzehrte.

Indirekt verbunden mit Durchhalteparolen und der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. Viele Frauen übernahmen im Krieg neue Aufgaben und Verantwortung, die über die traditionellen Rollen hinausgingen. Es war eine Zeit des Umbruchs und der Veränderung für Frauen. Sie übernahmen die neuen Rollen und Verantwortungen, was zu einer gewissen Emanzipation führte. Nach dem Krieg erfolgte eine Rückkehr zur traditionellen Rollenverteilung. Anscheinend halfen hierbei auch die idealisierten Postkarten mit ihren süßlichen Motiven.

Aus einem Konvolut von 400 Karten, die in einer Laerer Familie kursierten, habe ich für die Ausstellung „Einschnitte“ einige ausgewählt, zerschnitten und bearbeitet, um die Gefangenheit der damaligen Frauen in ihren Rollen zu zeigen.

Franziska Lengers Tel. 8901